Der überlegene Förderansatz Image
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Mit dem Wohngeld und der Erstattung der Kosten der Unterkunft (KdU) gibt es gleich zwei Systeme, die einkommensschwache Haushalte bei der Bezahlung ihrer Wohnungen unterstützen. Wer Grundsicherung bezieht, erhält eine Vollerstattung seiner Wohnkosten, soweit diese als angemessen angesehen werden (KdU). Wer dagegen ein etwas höheres Einkommen hat, erhält einen Zuschuss (Wohngeld). Die Höhe dieser Leistung ist vom Einkommen und von den Wohnkosten abhängig, wobei einen Teil der Wohnkosten der Transferempfänger immer selbst tragen muss.

Der Übergang zwischen den Systemen ist fließend, und selbst für manches Sozialamt ist die Zuordnung schwierig. Da außerdem etwa dreimal so viele Menschen Grundsicherung wie Wohngeld beziehen, scheint es naheliegend, das Wohngeld einfach in der Grundsicherung aufgehen zu lassen. Dies wäre jedoch ein schwerer Fehler. So setzt das Wohngeld Anreize, möglichst günstig zu wohnen, während eine Vollerstattung immer Anreize zur Ausweitung der Wohnwünsche setzt. So haben Grundsicherungsbezieher einen überdurchschnittlichen Energieverbrauch. Weiterhin entfällt im KdU-System auch für Vermieter der Preiswettbewerb. Häufig passen sie ihre Mieten an die vom Amt festgesetzten Angemessenheitsgrenzen an, auch wenn eigentlich günstiger angeboten werden könnte. Schließlich entfällt beim Wohngeld eine komplexe und rechtlich schwer objektivierbare Angemessenheitsprüfung. Zwar wird auch in diesem System regional differenziert, aber anders als im KdU-System nach einheitlichen Maßstäben. Die Zahl der Streitigkeiten vor den Gerichten ist daher ungleich geringer. Wenn es daher tatsächlich einmal eine Zusammenführung von Grundsicherung und Wohngeld gibt, dann besser nach den Prinzipien des Wohngelds.

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IW-Kurzbericht
IW-Kurzbericht, 15. September 2017

Michael Voigtländer / Jan Hebecker Immobilien-Index: Der Crash bleibt ausArrow

Die Unternehmen sind sich sehr sicher: Ein Crash in den nächsten zwei Jahren ist nicht zu erwarten, weder im Wohnungsmarkt noch im Gewerbeimmobilienmarkt. Und auch ansonsten schätzen die Unternehmen die Lage und auch die Aussichten als sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die ohnehin sehr gute Stimmung sogar noch weiter verbessert. mehr

Perspektiven für private Kleinvermieter
Presseveranstaltung, 13. September 2017

Pressegespräch mit Livestream Perspektiven für private KleinvermieterArrow

Deutschland ist traditionell eine Mieternation, knapp 55 Prozent aller Haushalte hierzulande leben in einer gemieteten Wohnung. Die überwiegende Mehrheit aller Mietwohnungen wird von sogenannten Kleinvermietern angeboten, also Haushalten, die sich nicht hauptberuflich mit der Vermietung von Wohnungen und Gewerbeflächen beschäftigen. mehr

Private Vermieter: Aus allen Schichten
Pressemitteilung, 13. September 2017

Michael Voigtländer / Björn Seipelt Private Vermieter: Aus allen SchichtenArrow

Anders als häufig gedacht, sind Vermieter von Wohnungen und Häusern nicht immer auch reich, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Tatsächlich werden die meisten Mietwohnungen in Deutschland von privaten Kleinvermietern angeboten. mehr